Pyrmont:Straßen:Brunnenstraße:Brunnenstraße11: Unterschied zwischen den Versionen
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<P>Im Adress- und Auskunftsbuch des Fürstentums Pyrmont aus dem Jahr '''1910''' warb Wigands Nachfolger '''Hugo Günther''' für die "Aelteste Moorbadeanstalt am Platze". Später war es '''Gustav Mundhenk''', der, die Tradition fortsetzend, auf dieser Ansichtskarte sowie anderen Publikationen für das Haus, oder besser Doppelhaus, bestehend aus Badehaus und Cafe und Pension, warb.</p> | <P>Im Adress- und Auskunftsbuch des Fürstentums Pyrmont aus dem Jahr '''1910''' warb Wigands Nachfolger '''Hugo Günther''' für die "Aelteste Moorbadeanstalt am Platze". Später war es '''Gustav Mundhenk''', der, die Tradition fortsetzend, auf dieser Ansichtskarte sowie anderen Publikationen für das Haus, oder besser Doppelhaus, bestehend aus Badehaus und Cafe und Pension, warb.</p> | ||
<p>Im Jahr '''1939''' war Gustav Mundhenk mit seinem Moorbadehaus noch im Wohnungsanzeiger von Bad Pyrmont gelistet, mit '''25 Betten und 10 Privat-Bädern bei Übernachtungspreisen zwischen 1,75 und 2,50 RM'''. Das Haus besteht bis heute weiter und wurde im Jahr '''2000 renoviert''', was aus einer nicht mehr verfügbaren [https://web.archive.org/web/20210118165246/https://www.schwager.de/bad_pyrmont/ Internetseite] der '''Firma Schwager''', dem jetzigen Eigentümer, hervorgeht.</p> | <p>Im Jahr '''1939''' war Gustav Mundhenk mit seinem Moorbadehaus noch im Wohnungsanzeiger von Bad Pyrmont gelistet, mit '''25 Betten und 10 Privat-Bädern bei Übernachtungspreisen zwischen 1,75 und 2,50 RM'''. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus dem Gästehaus ein Wohn- und Geschäftshaus. Hier befand sich für wenige Jahre das Elektrofachgeschäft von Heinz Nitschmann & Co., in dem Elektro- und Rundfunkgeräte sowie Näh- und Büromaschinen verkauft und repariert wurden. Ferner wohnte hier die Witwe von Gustav Mundhenk, Minna Mundhenk, sowie der Tischler Robert Întorf, die Witwe Hildegard Lauber, der Fabrikdirektor i.R. Paul Stockardt, der Gesandschaftsrat Dr. Wilhelm Tannenberg und der Maurerpolier Eduard Trampusch. Das Haus besteht bis heute weiter und wurde im Jahr '''2000 renoviert''', was aus einer nicht mehr verfügbaren [https://web.archive.org/web/20210118165246/https://www.schwager.de/bad_pyrmont/ Internetseite] der '''Firma Schwager''', dem jetzigen Eigentümer, hervorgeht.</p> | ||
<p>''"1870 errichtete der Brunnenkommissar hier die erste Privatbadeanstalt mit 6 Badekabinen.Heute kann man hier in Schwagers Mode baden..."''<ref>Dr. Dieter Alfter 2020 in FB Alt Bad Pyrmont</ref></p> | <p>''"1870 errichtete der Brunnenkommissar hier die erste Privatbadeanstalt mit 6 Badekabinen.Heute kann man hier in Schwagers Mode baden..."''<ref>Dr. Dieter Alfter 2020 in FB Alt Bad Pyrmont</ref></p> | ||
Version vom 7. Februar 2026, 11:07 Uhr

Das Haus Nr. 11 in der Brunnenstraße blickte bei dieser Aufnahme wahrscheinlich schon auf eine fast 80jährige Geschichte als private Badeanstalt zurück, sofern ich mit einem geschätzten Aufnahmejahr um 1920 richtig liege. Der Brunnenkommissar Wigand errichtete 1870, andere Quellen sprechen von 1843, hier die erste private Badeanstalt mit, das ist jetzt wieder synchron in beiden Quellen, sechs Badekabinen für Moor-, Salz-, Fichtennadel-, Malz- und Kleiebäder. Heute würde man sagen: "Wellness pur".
Im Adress- und Auskunftsbuch des Fürstentums Pyrmont aus dem Jahr 1910 warb Wigands Nachfolger Hugo Günther für die "Aelteste Moorbadeanstalt am Platze". Später war es Gustav Mundhenk, der, die Tradition fortsetzend, auf dieser Ansichtskarte sowie anderen Publikationen für das Haus, oder besser Doppelhaus, bestehend aus Badehaus und Cafe und Pension, warb.
Im Jahr 1939 war Gustav Mundhenk mit seinem Moorbadehaus noch im Wohnungsanzeiger von Bad Pyrmont gelistet, mit 25 Betten und 10 Privat-Bädern bei Übernachtungspreisen zwischen 1,75 und 2,50 RM. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus dem Gästehaus ein Wohn- und Geschäftshaus. Hier befand sich für wenige Jahre das Elektrofachgeschäft von Heinz Nitschmann & Co., in dem Elektro- und Rundfunkgeräte sowie Näh- und Büromaschinen verkauft und repariert wurden. Ferner wohnte hier die Witwe von Gustav Mundhenk, Minna Mundhenk, sowie der Tischler Robert Întorf, die Witwe Hildegard Lauber, der Fabrikdirektor i.R. Paul Stockardt, der Gesandschaftsrat Dr. Wilhelm Tannenberg und der Maurerpolier Eduard Trampusch. Das Haus besteht bis heute weiter und wurde im Jahr 2000 renoviert, was aus einer nicht mehr verfügbaren Internetseite der Firma Schwager, dem jetzigen Eigentümer, hervorgeht.
"1870 errichtete der Brunnenkommissar hier die erste Privatbadeanstalt mit 6 Badekabinen.Heute kann man hier in Schwagers Mode baden..."[1]
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Referenzen
- ↑ Dr. Dieter Alfter 2020 in FB Alt Bad Pyrmont