Pyrmont - Brunnenstraße 44 - Alte Hof-Apotheke

Alte Hof-Apotheke
Die Postkarte der Hofapotheke Max Wiedel zeigt das Haus noch vor dem Umbau im Jahre 1924. Damals wurde im Obergeschoss des um 1800 entstandenen Hauses Wohnungen mit und ohne Pension vermietet. Die Hofapotheke ist seit 1892 im Besitz der Familie Wiedel. Schon 1806 befand sich an dieser Stelle die privilegierte Hofapotheke, zuvor geleitet vom Medizinalrat Krüger.[1]
Veronika Wiedel (* 1930, später verheiratete Wiedel-Aly) erinnerte sich in einem Zeitungs-Artikel der Pyrmonter Nachrichten am 20.Januar 2010 , dass ihr Vater Gottfried Wiedel sen. im November 1938 dem befreundeten jüdischen Arzt Dr. Gustav Sturmthaler, dessen Ehefrau sowie zweier Töchter bei der Emigration nach England durch Besorgen notwendiger Pässe geholfen hatte.
Gottfried Wiedel schien auch Mitglied der Spelunkenbewegung gewesen zu sein. Auf einem Bild der Brunnenstraße 43 ist er auch zu sehen.
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Alte Hof-Apotheke in den 1920ern
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Alte Hof-Apotheke in den 1920ern
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Alte Hof-Apotheke in den 1920ern
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Alte Hof-Apotheke in den 1990ern
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Alte Hof-Apotheke in den 1990ern
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Alte Hof-Apotheke in den 1990ern
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Gottfried Wiedel (1891-1974)
An der Hof-Apotheke war der Apothekerbrunnen. Das Wasser aus diesem Brunnen galt in Pyrmont als der beste Säuerling[2].
Es wohnten in der Brunnenstraße 44 (fett = Eigentümer)
1910:
- Wiedel Max - Apotheker + Kurpension,
- Dr. Otte Heinrich - Zahnarzt (nur im Sommer)
1927:
- Wiedel Marie - Rentnerin,
- Wiedel Gottfried - Apotheker,
- Randt Paul Dr. med.,
- Walter Reinecke - Apotheker
1939:
- Böhler Rudolf - Verwaltungsoberinspektor a.D,
- Wiedel Gottfried - Apotheker
1949:
- Dreyer Dietrich, Fritz - Dipl.Ing, Hans-Erich – Ingenieur,
- Böhler Rudolf - Privatier,
- Hofert Artur - Apotheker,
- Runge Gertrud Rentnerin,
- Wiedel Gottfried -Apotheker + Wiedel Nellie
Referenz
Quellen: Museum im Schloss
Artikel vom 26.01.2010 in den Pyrmonter Nachrichten
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