Pyrmont - Brunnenstraße 34 - Waldecker Hof heute Arthotel Brunnen





Das Hotel Waldecker Hof hatte schon im 19. Jahrhundert als "Waldeckscher Gasthof zur Stadt Bremen" ein gutes Ansehen.
K. F. H. Straß schrieb 1850:
"Dieser Gasthof liegt in der Brunnenstraße, der Post schräg (gegen)über, und ist von der großen Allee am weitesten entfernt, wird aber als der Beste gerühmt und verdient auch eine besondere Auszeichnung. Der Wirt ist ein gefälliger Mann. Die dortige table d'hote wetteifert in der Zahl der Gäste oft mit der im Caffeehause, ist etwas wohlfeiler und hat meistens sehr gutes Essen."
1910 hatte der Kaufmann Wilhelm Lindhorst hier ein Ladengeschäft. Der Inhaber dieses Manufaktur- und Modewarengeschäftes wurde später auch Eigentümer des Hotels.[1]
In der Nacht zum 7. Dezember 1929 stand der Waldecker Hof bei extremen Frost in Flammen. Die eisige Nacht machte den Feuerwehren aus Pyrmont, Holzhausen und später auch Hameln aufgrund des gefrorenen Wassers und eines heftigen Sturms die Brandbekämpfung besonders schwer, sodass man sich entschloss, mit einer 800 Meter lange Schlauchleitung bis zur Schlossgraft das nötige Löschwasser heranzuholen. Der Wasserdruck war jedoch zu gering und das Feuer gewann trotz aller Anstrengungen. Bis zum Morgen brannte der Waldecker Hof vollständig aus (siehe Bild).
Zusammen mit dem Kurhotelbrand von 1911 gehört diese Nacht zu den schwersten Brandkatastrophen, die Bad Pyrmont je erlebt hat.
Der Wiederaufbau des Waldecker Hofs zog sich über Jahre hin. Erst am 16. April 1932 konnte das Hotel wieder eröffnet werden. Ein Vierteljahrhundert später wollte die Pyrmonter Gastronomin Frau Stadelmann dem Haus neuen Glanz verleihen und ließ die Gasträume umfassend renovieren und mit einer neuen Einrichtung versehen. In den 50er Jahren befanden sich in den Läden das Porzellangeschäft Wesselmann und Thams und Garft.

Im Jahr 1967 übernahm das Ehepaar Dietger und Brigitte Peterkes als Pächter das erneut renovierte Hotel.
Referenzen
- ↑ Aus Alfter/Bergmann Brunnenstraße Bad Pyrmont