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Als der Pyrmonter Photograph Ernst Hermann vor mehr als 110 Jahren auch die Umgebung von Pyrmont auf vielen Bildern festhielt, hob er sich damit von den ansässigen und Gast-Photographen der Kurstadt ab. Auch die Farbfotografie war damals neu.<br> | Als der Pyrmonter Photograph Ernst Hermann vor mehr als 110 Jahren auch die Umgebung von Pyrmont auf vielen Bildern festhielt, hob er sich damit von den ansässigen und Gast-Photographen der Kurstadt ab. Auch die Farbfotografie war damals neu.<br> | ||
Seither hat sich die Außenansicht des Hauses in der Holzhäuser Straße deutlich verbessert – so wie bei vielen alten Häusern, die sich in Holzhausen positiv entwickelt haben. Auch darin unterscheidet sich Holzhausen leider von der Kernstadt. Das Haus wurde 1834 als Durchgangsdielenhaus errichtet. Zur Zeit der Aufnahme wohnten hier der Barbier Georg Lohstedt, der Tabakarbeiter Gustav Polte und [[Holzhausen:Straßen:GrießemerStraße:GrießemerStr5|Christian Textor]]; später der Landwirt Carl Binder und noch später Lenchen Binder, die mit dem früh verstorbenen Heiner Heutger verheiratet war und bereits in den 1970er/80er Jahren im Antiquitätenbereich tätig gewesen war. | Seither hat sich die Außenansicht des Hauses in der Holzhäuser Straße deutlich verbessert – so wie bei vielen alten Häusern, die sich in Holzhausen positiv entwickelt haben. Auch darin unterscheidet sich Holzhausen leider von der Kernstadt. Das Haus wurde 1834 als Durchgangsdielenhaus errichtet. Zur Zeit der Aufnahme wohnten hier der Barbier Georg Lohstedt, der Tabakarbeiter Gustav Polte und [[Holzhausen:Straßen:GrießemerStraße:GrießemerStr5|Christian Textor]]; später der Landwirt Carl Binder und noch später Lenchen Binder, die mit dem früh verstorbenen Heiner Heutger verheiratet war und bereits in den 1970er/80er Jahren im Antiquitätenbereich tätig gewesen war. | ||
Rechts in der Bensendrift lernte ich vor mehr als 60 Jahren Fahrrad fahren. Ich erinnere mich heute noch gut daran. Die Bensendrift war und ist von der Holzhäuser Straße Richtung Schwarze Raute leicht abschüssig und meine Mutter rief damals auf halber Strecke "BREMSEN, BREMSEN..." , und dann endete meine erste Fahrt abrupt an unserem Drahtzaun. Später lernte ich dann auch noch Bremsen. Getreu dem Motto: Immer eins nach dem anderen! | Rechts in der Bensendrift lernte ich vor mehr als 60 Jahren Fahrrad fahren. Ich erinnere mich heute noch gut daran. Die Bensendrift war und ist von der Holzhäuser Straße Richtung Schwarze Raute leicht abschüssig und meine Mutter rief damals auf halber Strecke "BREMSEN, BREMSEN..." , und dann endete meine erste Fahrt abrupt an unserem Drahtzaun. Später lernte ich dann auch noch Bremsen. Getreu dem Motto: Immer eins nach dem anderen! | ||
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Neben all den Menschen lebten dort ab 1960+ auch zwei Dobermänner, an die sich außer mir noch viele erinnern. | |||
[[File:1951-carl-binder.jpg|mini|Carl Binder 1951 (Pyrmonter Nachrichten)]] | |||
Am 14.07.1951 gratulierten die Pyrmonter Nachrichten Karl (oder Carl?) Binder zu seinem 93. Geburtstag: | |||
Der durch seine frühere Tätigkeit als Händler und erster Besitzer einer mit Dampfkraft angetriebenen Dreschmaschine in Holzhausen weit über Pyrmonts Grenzen hinaus bekannt gewordene Karl Binder, Holzhäuser Straße 2, Pyrmonts ältester Einwohner, vollendet am 17. Juli bei guter Gesundheit sein 93. Lebensjahr. Wenn die Sehkraft auch nachgelassen hat, so ist die geistige Regsamkeit und das Erinnerungsvermögen des alten Herrn erstaunlich. Am Tagesgeschehen nimmt er noch regen Anteil. | |||
Aktuelle Version vom 15. März 2026, 09:57 Uhr

Binders Haus Holzhäuser Straße Nr. 2 (1913 und 2021)
heute auch als Heutger-Haus bekannt.
Als der Pyrmonter Photograph Ernst Hermann vor mehr als 110 Jahren auch die Umgebung von Pyrmont auf vielen Bildern festhielt, hob er sich damit von den ansässigen und Gast-Photographen der Kurstadt ab. Auch die Farbfotografie war damals neu.
Seither hat sich die Außenansicht des Hauses in der Holzhäuser Straße deutlich verbessert – so wie bei vielen alten Häusern, die sich in Holzhausen positiv entwickelt haben. Auch darin unterscheidet sich Holzhausen leider von der Kernstadt. Das Haus wurde 1834 als Durchgangsdielenhaus errichtet. Zur Zeit der Aufnahme wohnten hier der Barbier Georg Lohstedt, der Tabakarbeiter Gustav Polte und Christian Textor; später der Landwirt Carl Binder und noch später Lenchen Binder, die mit dem früh verstorbenen Heiner Heutger verheiratet war und bereits in den 1970er/80er Jahren im Antiquitätenbereich tätig gewesen war.
Rechts in der Bensendrift lernte ich vor mehr als 60 Jahren Fahrrad fahren. Ich erinnere mich heute noch gut daran. Die Bensendrift war und ist von der Holzhäuser Straße Richtung Schwarze Raute leicht abschüssig und meine Mutter rief damals auf halber Strecke "BREMSEN, BREMSEN..." , und dann endete meine erste Fahrt abrupt an unserem Drahtzaun. Später lernte ich dann auch noch Bremsen. Getreu dem Motto: Immer eins nach dem anderen!
Neben all den Menschen lebten dort ab 1960+ auch zwei Dobermänner, an die sich außer mir noch viele erinnern.

Am 14.07.1951 gratulierten die Pyrmonter Nachrichten Karl (oder Carl?) Binder zu seinem 93. Geburtstag:
Der durch seine frühere Tätigkeit als Händler und erster Besitzer einer mit Dampfkraft angetriebenen Dreschmaschine in Holzhausen weit über Pyrmonts Grenzen hinaus bekannt gewordene Karl Binder, Holzhäuser Straße 2, Pyrmonts ältester Einwohner, vollendet am 17. Juli bei guter Gesundheit sein 93. Lebensjahr. Wenn die Sehkraft auch nachgelassen hat, so ist die geistige Regsamkeit und das Erinnerungsvermögen des alten Herrn erstaunlich. Am Tagesgeschehen nimmt er noch regen Anteil.