Schulwesen in Holzhausen
Am heutigen 13.Oktober jährt sich zum 97. Mal die Einweihung eines Holzhäuser Gebäudes: Die Schule in Holzhausen hatte lange mit Platzmangel zu kämpfen. Die Einwohnerzahl Holzhausens war über viele Jahre deutlich gestiegen und die vorhandenen Schulräume reichten irgendwann nicht mehr aus. Deshalb wurde an der Kampstraße ein neues Schulgebäude errichtet. Am 13. Oktober 1929, also vor 97 Jahren, wurde die neue Volksschule ((heute Grundschule Holzhausen) feierlich eingeweiht.
Der lange Weg bis dahin war jedoch von akuter Raumnot und Provisorien gekennzeichnet.
Ich möchte diesen Weg verkürzt, d.h. ohne zusätzliche Vertiefung, wie folgt beschreiben:
- 1262: Erste urkundliche Erwähnung eines Schulbesuchs in den Annalen.
- 1753: Der Unterricht zieht in ein festes Schulgebäude – die später sogenannte Heetelschule (die heutige Schillerstraße 84 / Marcello).
- 1859: Neuanfang an der heutigen Grießemer Straße 19 (Ecke Schulstraße).
- 1882: Der Platz wird eng: Zwei Lehrer teilen sich 308 Schulkinder, die auf vier Klassen verteilt werden.
- 1903: Wegen anhaltender Überfüllung wird die Schule von fünf auf sieben Klassen aufgestockt.
- 1910: Erweiterung des Schulgebäudes und Anstellung eines fünften Lehrers; 467 Kinder werden in vier Klassenräumen unterrichtet.
- 1923: Rektor Georg Grimm übernimmt die Schulleitung. Bei 330 Schülern in acht Klassen herrscht akuter Raumnotstand (Anmietung von zwei Räumen in der „Ohmsschen Fabrik“, der sogenannten „Pachtschule“, in der Hagener Straße 12).
- 1927–1928: Beschluss zum Schulneubau an der Kampstraße, Ankauf des Grundstücks von Landwirt Fritz Stuckenbrock und Verhandlung um staatliche Bauseitenzuschüsse.
- 05.09.1928: Erster Spatenstich für den Neubau.
- 18.09.1928: Feierliche Grundsteinlegung.
- 13.10.1929: Nach rund einem Jahr Bauzeit wird die neue Volksschule (heute Kampstraße 23) feierlich eingeweiht.
Ausführliche Einblicke in die Holzhäuser Schulgeschichte bietet die von Hermann Müller 2003 verfasste „Geschichte und Chronik der Schule Holzhausen – Pyrmont“. Das Werk, das heute zurecht als Band 3 der Chronik von Holzhausen geführt wird, ist im Handel längst vergriffen. Seit gestern ist das 161 Seiten starke Werk als PDF im Pyrmontwiki abrufbar. Neben der eigentlichen Historie enthält es viele historische Klassenfotos nebst den Namen der abgebildeten Kinder und Lehrkräfte, soweit bekannt.
Ein schöner Wunsch für die Zukunft: Ein Jubiläumsfest im Jahr 2029 – ganz in der Tradition der Feier von 1979 auf „Otten Saale“ – und eine Fortführung der Schulchronik bis in die Gegenwart.
Umfangreicher beschrieben wird Holzhausens Schulgeschichte in dem Buch "Geschichte und Chronik der Schule Holzhausen - Pyrmont", die Hermann Müller im Jahr 2003 verfasste. Heute wird dieses Buch nicht zu Unrecht als Band 3 der Chronik von Holzhausen bezeichnet und die erste Auflage mit 1000 Exemplaren ist längst vergriffen. Seit gestern ist die Chronik im Pyrmontwiki als PDF im Bereich Holzhausen als historische Quelle abrufbar. Auf 161 Seiten ist die Schulgeschichte umfangreich beschrieben, inklusive vieler Klassenfotos und Namen der abgebildeten Schüler und Lehrer sofern eine Zuordnung möglich war. Es wäre schön, wenn im Jahr 2029 ein Jubiläumsfest wie 1979, damals noch auf "Otten Saale", stattfinden würde und die die Schulchronik um die Jahre bis 2029 ergänzt werden könnte.
Wer tiefer in die Holzhäuser Schulgeschichte eintauchen möchte, findet im Buch „Geschichte und Chronik der Schule Holzhausen – Pyrmont“ von Hermann Müller aus dem Jahr 2003 eine fundierte Quelle. Das Werk gilt heute völlig zu Recht als Band 3 der Holzhäuser Ortschronik, und die Erstauflage von 1.000 Exemplaren ist längst vergriffen.
Originale existieren meines Wissens noch in der Stadtbücherei und dem Stadtarchiv. Auch ich habe mir ein Exemplar vor Jahren bei ebay gesichert.
Seit gestern steht das Buch allen Interessierten digital zur Verfügung: Die 161-seitige Chronik kann im Pyrmontwiki (Bereich Holzhausen) als PDF heruntergeladen werden. Sie bietet einen detaillierten Einblick in die Historie, ergänzt durch zahlreiche historische Klassenfotos – inklusive der Namen von Schülern und Lehrkräften, soweit diese zugeordnet werden konnten.
Wie schön wäre es, wenn zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2029 wieder ein großes Schulfest gefeiert würde – ganz wie 1979 auf „Otten Saal“ – und die Chronik bis dahin um die verbleibenden Jahre fortgeschrieben werden könnte!
(Dies ist der 1. Teil bis 1929)
Quellen: Geschichte und Chronik der Schule Holzhausen – Pyrmont Hermann Müller 2003, Archiv der Dewezet